Einführung

Infolge struktureller und wirtschaftlicher Umbrüche wurden und werden enorme Orts- und landschaftsprägende technische Anlagen mit vorwiegend monofunktionalem Charakter obsolet. Die zumeist negativen ökonomischen, ökologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Folgen lassen den Planungsgegenstand zu einer gesellschaftlichen Aufgabe werden.
Um den sozialen Zusammenhalt der betroffenen Regionen zu wahren und sinnvolle Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen und zu beschreiten, ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Gelände und den darauf befindlichen Strukturen sowie seinem Umfeld zu einem möglichst frühen Zeitpunkt notwendig.
Das Forschungsprojekt untersucht, vertieft und erweitert das existierende, Analyse- und Methodenrepertoire zur Um- und Nachnutzung altindustrieller Standorte im urbanen Kontext. Die Entwicklung von qualifiziertem und abgestimmtem Design steht dabei im Zentrum. Die Frage ist, wie dieser Prozess positiv beeinflusst werden kann?

 

Nach diesem Ziel wird die geteilte, moderierte Charrette als ein zeitlich verkürztes Planungsverfahren entwickelt und als Simulation an zwei Modellstandorten in Deutschland und den USA durchgeführt. Das Ergebnis ist eine neuartige Methode zur Lösung komplexer Planungsaufgaben mit partizipativem Charakter wie die Revitalisierung altindustrieller Standorte.

Das Forschungsprojekt „Entwicklung von Analyse- und Methodenrepertoires zur Reintegration von altindustriellen Standorten in urbane Funktionsräume an Fallbeispielen in Deutschland und den USA“ wurde im Rahmen des Programms „Forschung für die Nachhaltigkeit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchgeführt. Es war Teil des Förderschwerpunkts „Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement (REFINA)“ und des Themenschwerpunktes 'Brownscape Design – Innovative Gestaltung von Lebensräumen' der Zusammenarbeit zwischen BMBF und U.S. EPA.